Mein europäisches Versprechen: Zurück zu den Ursprüngen, für alle Menschen, überall

Als ich von der Blogparade „Mein europäisches Versprechen“ erfahren habe, die Johannes Korten gemeinsam mit Jochen Gerz initiiert hat, war ich gleich interessiert. Mit der Idee eines friedlich geeinten Europa kann ich mich sehr gut identifizieren. Ich bin überzeugter Europäer und nach den Anschlägen in Paris war es mein Bedürfnis, diese Überzeugung – jetzt erst recht! – öffentlich zu bekunden. Als ich dann aber begonnen habe, meinen Beitrag zur Blogparade zu verfassen, bin ich schnell ins Stocken geraten. Nicht etwa, weil meine Überzeugung für Europa oder meine Sympathie für die Menschen in Frankreich nachgelassen hätten, sondern weil ich Schwierigkeiten hatte, meine Gedanken zu Europa in eine einzelne Aussage zu komprimieren, noch dazu in eine Aussage, die eine verbindliche Zusage an Europa enthält. Mein europäisches Versprechen: Zurück zu den Ursprüngen, für alle Menschen, überall weiterlesen

Den digitalen Wandel aktiv begreifen, statt Kopf in den Sand: Netzökonomischer Käsekuchentalk bei Gunnar Sohn

Die Digitalisierung ist der Motor des Wandels, der unser aller Zusammenleben von Grund auf verändern wird. In meinem Beitrag Chancen und Risiken der Digitalisierung habe ich darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass hierzu eine politische Diskussion notwendig ist, an der sich jeder einzelne beteiligen sollte, um letztlich die Chancen nutzen und die Risiken beherrschen zu können.

Gunnar Sohn führt diese Diskussion sehr pointiert auf vielen Kanälen, wie zum Beispiel auf seinem Blog „Ich sag mal“. Fester Bestandteil davon sind die regelmäßigen Diskussionsrunden, die bei Käsekuchen und Kaffee ein netzökonomisches Thema näher beleuchten. An einer dieser Runden, unter der Überschrift „Digitale Alphabetisierung statt Vogel-Strauß-Prinzip – die Zukunft der Arbeit hat längst begonnen“, bin ich dabei gewesen. Gemeinsam mit Gunnar, Miliana Romic, Sabria David, Michael Zachrau, Klaus M. Janowitz, Guido Bosbach und Guido Schwan hatten wir eine tolle Diskussion, die hier zu sehen ist:

Ich würde mich freuen, wenn das nicht die letzte Runde dieser Art gewesen ist!

Eigentlich gar kein Blog oder was tun, wenn der Fernseher nicht antwortet?

Alexandra Steiner hat in ihrem Blog „GECKOweb“ eine Blogparade gestartet, die Beiträge zu dem Thema sammelt, wie und warum Blogger begonnen haben, zu bloggen und wie sich ihr Blog mit der Zeit entwickelt hat. Auch Reaktionen von Kollegen und Lesern auf die Beiträge sollen dabei ihren Platz finden. Daran möchte ich mich gerne beteiligen. Eigentlich gar kein Blog oder was tun, wenn der Fernseher nicht antwortet? weiterlesen

So blogge ich – this is how I work

Annette Schwindt hat mir dieses Blogstöckchen zugeworfen. Ursprünglich kam es von Isabella Donnerhall. Blogstöckchen bedeutet: jemand gibt ein Thema oder wie hier Fragen vor und gibt das dann weiter an andere. Und die dann wieder an andere und so weiter. In letzter Zeit habe ich das Bloggen etwas hintan gestellt und daher meine Beiträge noch seltener veröffentlicht, als sowieso schon. Dies ist eine gute Gelegenheit, damit zu beginnen, wieder mehr zu schreiben. Hier sind meine Antworten:

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Geständnis

Ich bin Sozialdemokrat.

Ich bin sogar Mitglied der SPD, mit voller Überzeugung und
im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte. 😉

Was eigentlich ein bloßes Bekenntnis meiner Grundüberzeugung und Auskunft über meine politische Zugehörigkeit sein sollte, gerät momentan leicht zu einer Aussage, die vielfältige negative Reaktionen hervorruft. Die Sozialdemokratie ist nicht en vogue zur Zeit. Viele empfinden sie als veraltet, unflexibel und einen Hemmschuh für die wirtschftliche Entwicklung. Andere wiederum sehen in Sozialdemokraten Verräter an der sozialen Sache, die ihre eigentliche Motivation, die Lebensumstände der Benachteiligten unserer Gesellschaft zu verbessern, sträflich missachten.

Schön, könnte man da sagen. Wenn unsere Haltung von diesen beiden gegensätzlichen Positionen her kritisiert wird, dann können wir damit doch gar nicht so falsch liegen. Dumm nur, dass diese beiden Positionen zu einem großen Teil auch innerhalb der Sozialdemokratie vertreten werden, in Deutschland vor allem innerhalb der SPD als der Urheimat der Sozialdemokratie.

Gemeinsam geteilte Grundüberzeugung

Wir Sozialdemokraten sind in der Gefahr, unseren Kern gemeinsam geteilter Grundüberzeugungen zu verlieren. So wird aus einem vielfältigen Spektrum der persönlichen Grundüberzeugungen, das jede große politische Bewegung kennzeichnet, ein Sprengsatz, der unsere Bewegung spaltet und letztlich in viele Einzelbewegungen aufspaltet.

Ganz offensichtlich genügt es heute nicht zu sagen, „Ich bin Sozialdemokrat„, um deutlich zu machen, was genau der Kern meiner Grundüberzeugungen ist. Leider genügt es mittlerweile auch noch weniger, als es das jemals getan hat, um deutlich zu machen, welcher politischen Partei ich angehöre.

Dieses Blog soll daher dazu dienen, aus meinem Geständnis „Ich bin Sozialdemokrat“ ein Bekenntnis darüber zu machen, welche persönlichen Grundüberzeugungen damit verbunden sind. Es würde mich freuen, wenn sich andere Menschen veranlasst sähen, hier mit mir über dieses Thema zu diskutieren. Vielleicht gelingt es ja sogar, eine Diskussion mit anderen Sozialdemokraten zu etablieren und jenen gemeinsam geteilten Kern der Grundüberzeugungen zu stärken, der nowendig ist, um die SPD auch weiterhin zu jener treibenden politischen Kraft zu machen, die sie immer gewesen ist.